Bildung und Aufklärung Zossen e.V.

Eine andere Welt ist möglich

2021 06 01 WasserDer BAZ e.V. zeigte am 01.06.2021 im Rahmen der Ökofilmtour, organisiert vom Förderverein für Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Umweltschutz e. V. (FÖN e.V.) den Dokumentarfilm des RBB „Auf dem Trockenen – Der neue Kampf ums Wasser“ im Dorfgemeinschaftshaus Schöneiche. Der Film von Constantin Stüve und Nico Schmolke handelt nicht etwa von Wasserverteilungskämpfen in Afrika, Asien oder Südamerika, sondern vom Kampf um die Verteilung der Ressource Wasser in Brandenburg.

 

Angesichts des Klimawandels und der Trockenheit in den letzten Jahren wird die Ressource Wasser knapper und immer umstrittener unter den Verbrauchern. Die unübersehbaren Auswirkungen werden unter anderem am Rückgang des Wasserspiegels im Seddiner Sees und an am Austrocknen der Schwarzen Elster dargestellt.

Allein für den nahegelegenen Golfplatz seien 25 Prozent aller Wasserentnahmen, ca. 165 Mill. Liter jährlich, genehmigt worden.

Nach einer Erhebung von 2016 seien die Energieversorger mit 41% die größten Wasserverbraucher, doch sie nutzen das Wasser zur Kühlung und geben es umgehend wieder zurück. 23% würden die Tagebaue verbrauchen, 23% Prozent die Privathaushalte, 9% die Industrie und 1% die Landwirtschaft. Die Landwirtschaft jedoch habe ihren Verbrauch in den letzten Jahren vervierfacht.

Auch der Bau neuer Wohngebiete im Speckgürtel von Berlin bringt die Wasserwirtschaft an ihre Grenzen. Dies spüren auch die Bewohner einer solchen Siedlung, bei denen in Spitzenzeiten mit Eisen und Mangan, herausgespült aus den Rohren, verunreinigtes Trinkwasser aus der Leitung kommt. Andererseits werden in Wohngebieten viele Swimmingpools gebaut, die Trinkwasser nutzen und dies durch Einsatz von Chemikalien zu totem Wasser werden lassen.

Der Film konnte noch keine Aussagen zum Wasserverbrauch der Tesla-Werke in Grünheide treffen. Tesla selbst gibt diesen Wert mit maximal 1,42 Mill. Kubikmetern an.

Die Besucher diskutierten anschließend vor allem darüber, wie sie als Verbraucher dazu beitragen können, ihren Wasserbedarf zu reduzieren. Aber auch, dass ein Landwirt, wenn er wasserwirtschaftlich nachhaltig produzieren möchte, das nur könne, wenn die Verbraucher bereit sind, einen höheren Preis für seine Produkte zu zahlen. Oft stünden auch bürokratische Hürden diesem Anliegen entgegen. Kurt Liebau, der Organisator der Filmtour für den BAZ e.V. in Zossen, verwies auch auf den virtuellen Wasserverbrauch. So hinterlasse die Produktion einer Jeans einen Wasserfußabdruck von ca. 11.000 l.

Bei dieser Filmvorführung kam erstmals die von der VR-Bank Fläming geförderte Vorführtechnik zum Einsatz und hat sich glänzend bewährt. Zum Abbschluss bedankte sich die Vereinsvorsitzende Elisabeth Kunkel bei Kurt Liebau für die Organisation der Veranstaltung, bei Ralf Diemer für Beschaffung und Bedienung der Technik und der VR-Bank Fläming für die großzügige Zuwendung.

Weitere Veranstaltungen:

Am 10. Juni findet um 19 Uhr in Kallinchen, „Alter Krug“, Hauptstraße 15, statt. Gezeigt werden die Filme „Grüne Mythen: Die großen Irrtümer der Nachhaltigkeit“ und „Kohleausstieg – Viel Geld für wenig Klimaschutz“.

Am 15. Juni wird in Nächst Neuendorf, Dorfgemeinschaftshaus, Nächst Neuendorfer Landstraße 27, 19 Uhr der Film „Aufschrei der Jugend - Generation Fridays for Future“ gezeigt.

Rainer Reinecke

Vorstandsmitglied BAZ e.V.

Foto: Ökofilmtour / FÖN e.V

Aktuelles

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Ökofilmtour in Zossen

Aufschrei der Jugend - Generation Fridays for Future
Jetzt doch am 15. Juni 19:00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Nächst Neuendorf.

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Kraut- und Rübenmarkt

10. Juli
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