Bildung und Aufklärung Zossen e.V.

Eine andere Welt ist möglich

2020 10 04 05aAn diesem goldenen Oktobertag läuteten die Kirchenglocken um 10 Uhr besonders lange. Wie jedes Jahr folgten viele Einwohnerinnen und Einwohner ihrem Ruf zum Erntedank auf dem Kirchplatz. Doch etwas war anders in diesem Jahr, Einzelsitzplätze mit einem Abstand von 1,50 zueinander waren aufgestellt und bald auch alle besetzt. Doch noch kamen Besucherinnen und Besucher. Wenn diese merkten, der Abstand sei nicht mehr zu halten, setzten die meisten von ihnen den Mund- und Nasenschutz auf. Auch die Mitglieder des Kirchenchores hielten Abstand zueinander, freuten sich jedoch, dass sie wieder gemeinsam vor Publikum singen durften.
Superintendentin des Kirchenkreises Zossen-Fläming, Dr. Katrin Rudolph, leitete den Erntedankgottesdienst mit einer Feststellung und daraus abgeleiteten Frage ein: „Es geht uns gut! Geht es uns gut?“

Sie ging in Beantwortung der Frage auf die Krisen in unserer Welt des 21. Jahrhunderts ein, den Klimawandel der den Wäldern in unserem Land zusetzt, die Bauern um den Lohn ihrer Arbeit bringe und obwohl die Erde genug für alle zu Leben hätte, immer noch Menschen verhungern, soziale Ungleichheiten die heutige Welt prägen.
Bis heute sei es nicht gelungen, die Gaben der Erde, die Geschenke der Schöpfung, so zu verteilen, dass alle davon leben können.

Auch mit Masken und Abstandhalten gehe es uns nicht gut. Mit ihren Egoismen würden die Menschen die Schöpfung in Gefahr bringen. Nur durch kooperatives Handeln könnten die Krisen dieser Welt gemeistert

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Mit Wasser aus vier Kindergießkannen wäre
der Baum wohl nicht zufrieden. Bloß gut, dass
zwei Tage zuvor bei der Pflanzung das Tank-
fahrzeug für ausreichend Wasser sorgte.

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werden.

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Sie dankte allen, die Erntedankgaben für einen guten Zweck mitgebracht hatten. Sie würden Bedürftigen zugutekommen. Sie dankte auch den Marktbetreibern vom Bildung und Aufklärung Zossen (BAZ) e.V.

Der Kraut- und Rübenmarkt mit seinen Händlern aus der Region mit ihren Produkten aus der Region ist ein kleines Zeichen in der globalen Welt, dass es auch anders geht, als Erzeugnisse um die ganze Welt zu kutschen.

Elisabeth Kunkel, Vorsitzendes des BAZ e.V., dankte im Namen des Vereins der evangelischen Kirchengemeinde, ohne deren Unterstützung könne der ehrenamtlich betriebene Markt gar nicht stattfinden. Sie dankte auch den Händlern und den Besuchern für die immer wieder gute Atmosphäre auf dem Markt. Sie sei froh gewesen, als im Mai die Corona-Maßnahmen gelockert wurden und der Markt wieder stattfinden durfte. Die Märkte in diesem Jahr hätten auch im Zeichen des 700. Jahrestages der ersten urkundlichen Erwähnung von Zossen gestanden. So habe eine Ausstellung zu Schriftstellerinnen und Schriftstellern in Bezug zur Stadt Zossen und eine Ausstellung über die Geschichte des Markttreibens in Zossen gestaltet von Kurt Liebau gezeigt werden können.

Im Anschluss an den Erntedank-Gottesdienst folgte ein weiterer Höhepunkt im 700. Jahr nach der Ersterwähnung von Zossen. Auf Initiative von Karola Andrae, Vorsitzende des Heimatvereins „Alter Krug“ Zossen e.V., wurde in gemeinsamer Aktion mit dem BAZ e.V. ein Rotahornbaum aus Anlass dieses Jahrestages auf dem Kirchplatz gepflanzt.

Die Bürgermeisterin der Stadt, Wiebke Schwarzweller, Superintendentin Dr. Katrin Rudolph, Karola Andrae vom Heimatverein, Kurt Liebau vom BAZ e.V. gossen in einem symbolischen Akt den zwei Tage zuvor gepflanzten Baum. Das zunächst noch provisorische Schild weist diesen Baum als einen „Royal Red Blutahorn“ aus, der aus Spenden von Bürgern anlässlich der 700jährigen Ersterwähnung von Zossen im Corona-Jahr 2020 gepflanzt wurde. Alle vier mit Gießkannen Hantierenden wünschten dem Baum gesundes und gutes Wachstum und sahen darin auch ein Symbol für ein gedeihliches Miteinder in der Stadt.

Mehr zur Baumaktion auf der Internetseite des Heimatvereins.

Dieser Markt mit seinen Höhepunkten bildete den Abschluss der Marktsaison 2020. Wir sehen uns wieder im April 2021.

Text: Dr. Rainer Reinecke
Fotos: Klaus Andrae u. Dr. Rainer Reinecke

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