Bildung und Aufklärung Zossen e.V.

Eine andere Welt ist möglich

2020 05 09 03Wieder Kraut- und Rübenmarkt in Zossen. Am Sonnabend fand der erste Kraut- und Rübenmarkt statt. Der für den April vorgesehene Markt fiel dem Corona-Virus zum Opfer. Auch dieser Markt stand auf der Kippe. In einem ersten Bescheid wurde seine Durchführung nicht genehmigt. Die Händler sehr enttäuscht, da vor allem die Frühjahrspflanzen an die Frau und den Mann gebracht werden müssen. Frau Kunkel und Herr Liebau, die Verantwortlichen des BAZ e.V. für den Markt nahmen daraufhin nochmals Kontakt mit der Stadtverwaltung auf, argumentierten für den Markt und offerierten ein Sicherheitskonzept. Bereits am darauffolgenden Tag kam die Zusage.

 

 

 

 

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l. Marianne Kalz, r. Irene Schütz
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Brigitte Pust
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Karola Andrae, Heimatverein
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l. Eva Maria Nawrath, r. Edeltraud Sawatzki

Traditionell hat der Turmladen direkt neben dem Kircheneingang seinen Stand. Den Turmladen betreiben Irene Schütz, Marianne Kalz

und Ute Graebers. Der Turmladen ist der einzige Stand auf dem Markt, der Produkte aus verschiedenen Teilen der Welt verkaufen darf. Angeboten werden nur Fair-Trade gehandelte Produkte zum Einkaufspreis, also ohne Aufschlag. Irene Schütz: „Wir sind froh, dass der Markt wieder stattfinden kann, ein Lichtblick in diesen Zeiten.“

Brigitte Pust aus Zossen ist seitdem ersten Kraut- und Rübenmarkt im Jahre 2004 dabei. Sie freute sich vor allem darüber, dass sie die anderen Händler wiedersehen kann und die Besucher wieder kommen dürfen. Brigitte Pust wartete mit zig-Marmeladesorten, mit selbstgemachtem Eierlikör, eingelegten Gewürzgurken und frischem Rhabarber auf.

Auch der Heimatverein "Alter Krug", der ja mit dem BAZ e.V. einen Kooperationsvertrag geschlossen hat, war auf dem Markt. Die Vorsitzende Karola Andrae hatte eine ganze Pallette der Publikationen des Heimatvereins auf den Stand ausgebreitet.

Eine besondere Geschichte ist die von Eva-Maria Nawrath aus Berlin mit ihrer Freundin Edeltraud Sawatzki aus Ludwigsfelde. Ihr Stand vielleicht etwas unscheinbar mit den Porzellan- und Glasprodukten der Frau Nawrath und Handarbeiten von Frau Sawatzki. Jedoch die Frauen hinter dem Stand, beide 83 Jahre alt, sind nicht nur wegen ihres Alters etwas Besonderes.

Frau Nawrath erzählt, dass noch im vorigen Jahr ihr Mann, der sich selbst als ihr Lastenträger tituliert habe, sie zum Markt in Zossen gefahren hat. Auch nach seinem Tod wollte sie den Zossener Kraut- und Rübenmarkt nicht missen, also mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Zossen. Um 04.30 Uhr fuhr der Bus zum Hauptbahnhof, von dort mit dem Zug nach Ludwigsfelde, dann mit dem Bus nach Zossen und nach dem Markt die gleiche Tour oder auch Tortur zurück.

So schreibt jeder Markt seine eigenen Geschichten.

Vielleicht schützen die Mund- und Nasenmasken ja wirklich, ein Mode-Accessoires sind sie sicher schon.

Am Ende zeigten sich Elisabeth Kunkel und Kurt Liebau vom BAZ e.V. als Marktverantwortliche sehr zufrieden über diesen Markt in Corona-Zeiten.

Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke

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