Bilung und Aufklärung Zossen e.V.

Eine andere Welt ist möglich

- ein Makt mit bewegenden Momenten

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Elisabeth Kunkel eröffnet den Markt

Am Sonnabend den 14. September 2019 feierten Besucher, Händler und Organisatoren den 15. Jahrestagdes ersten Kraut- und Rübenmarktes in Zossen. Pünktlich um 9 Uhr eröffnete die Vorsitzende des BAZ e.V. Elisabeth Kunkel, den Kraut- und Rübenmarkt. 

 

Sie verwies auf die 15jährige Geschichte des Marktes, dessen Träger jetzt der BAZ e.V. ist. Sie begrüßte die Besucher und Händler und hob noch einmal die Grundidee des Marktes hervor, Händlern und Hobbygärtnern und Hobbyhandwerken aus der Region ihre Produkte auf diesem Markt feilzubieten. Sie erinnerte daran, dass der Kraut- und Rübenmarkt seit nunmehr 15 Jahren ausschließlich ehrenamtlich betrieben wird und bedankte sich auch bei der evangelischen Kirchengemeinde, die von Anfang an den Markt unterstützt hat.

Sie und ihre Familie ebenso wie Kurt Liebau und seiner Frau Heike betreuten über Jahre den Stand des Marktleiters, bereiteten mit den Händlern jedes Mal die Saison vor.

 

Auf dem Markt erklang Flamengo Musik auf der Gitarre gespielt von Reinhard Meyer aus Ragow. Machte die Gitarre einmal Pause, sprang Veit Sampel vom KKW mit Musik aus der Konserve ein.

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 Hagen Ludwig  Reinhard Meyer an der Gitarre, dahinter Veit Sampel

Dann trat Hagen Ludwig ans Mikrofon. Hagen Ludwig war einer der Gründungsmitglieder von attac‑tf. Attac-tf verstand sich als eine Gruppe im globalisierungskritischen Netzwerk ATTAC.

Hagen Ludwig erinnerte daran, dass die Idee des Kraut- und Rübenmarktes in der Gruppe attac-tf geboren wurde. Um die Vorhaben der Gruppe juristisch abzusichern, sei dann der BAZ gegründet worden. Er machte kein Hehl daraus, wie frustrierend für ihn, wie für viele andere, die Politik der Stadtverwaltung gegenüber dem Verein war. Er erinnerte daran, dass dem Verein im Dezember 2005 durch die Stadtverwaltung der Zugang zu allen öffentlichen Räumen, darunter auch der Stadtbibliothek, verboten wurde und so auch der Kraut- und Rübenmarkt auf der Kippe stand. In diesem Zusammenhang dankte er dem ehemaligen Pfarrer in Zossen, Andreas Domke, dass dieser bereit war, die Marktleitung zu übernehmen. Die gute Zusammenarbeit zwischen Mitgliedern von attac-tf sowie dann des BAZ e.V. mit der evangelischen Kirchengemeinde habe schließlich den Fortbestand des Marktes ermöglicht. Nach den Einführungsworten von Elisabeth Kunkel war dies der zweite bewegende Moment an diesem Tag. Doch es sollten noch weitere folgen.

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                   Gut besucht - Zeit für viele Gespräche            Sam C Ahrens

Mit Sam C. Ahrens ergriff der Ideengeber für den Kraut- und Rübenmarkt das Wort. Viele Politiker seien schnell dabei, große Worte für eine bessere Welt für die Menschen auf dieser Erde zu finden. Die Welt jedoch dadurch bisher kaum besser geworden ist. Sam c. Ahrens jedoch betont in all seinem Auftreten immer wieder seine feste Überzeugung, dass wirkliche Veränderungen vor Ort beginnen. Der Kraut und Rübenmarkt sei ein Beispiel dafür, wie so etwas gehen kann. Er dankte den ehrenamtlichen Helfern, den Händlern und der evangelischen Kirchengemeinde für die seit nunmehr über 15 Jahren Arbeit für diesen Markt.

Der Markt war dieses Mal besonders gut besucht. Nach und nach mussten immer Tische und Bänke aus der Reserve geholt werden. Bei sonnigem Spätsommerwetter kamen hier viele miteinander ins Gespräch. Die Inhalte reichten von der Weitergabe von Anbautipps für den Kleingarten, über Urlaubs- und Freizeiterlebnisse, über die sich gerade im Wandel befindliche Lokalpolitik bis zu den kritischen Ereignissen in der Welt von heute.

Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreise Teltow Fläming betreute mit drei aus Kamerun Geflüchteten den Stand der Flüchtlingshilfe. Viele Besucher probierten hier Köstlichkeiten aus deren Heimat.

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                links im Bild Christiane Witt              Köstlichkeiten aus Afrika am Stand

 Gegen 12 Uhr betrat Pfarrer Sehmsdorf mit Konfirmanden die Treppe zum Eingang der Kirche. Als die Kirchenglocken verklungen waren, stimmten die Konfirmanden ein Friedenslied an, und viele die einen Text erhalten hatten, stimmten mit ein. In seiner Andacht bekräftigte Pfarrer Sehmsdorf, dass jeder etwas für Frieden und ein gedeihliches Miteinander tun könne. Frieden funktioniere nur, wenn die Menschen einander verstehen und füreinander da sind. Dass dies auf dem Markt auch stattfand zeigte sich im abschließenden Gesang, bei dem die Besucher Hand in Hand mit ihrem Nachbar mitsangen.

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       Pfarrer Sehmsdorf mit Konfirmanden     Hofladen der ev. Kirchengemeinde- I. Schütz (bm)
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         Christiane Dürrkop aus Rangsdorf Herr Schulz aus Schöneiche
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Nach Ende des Marktes wurden Tische und Bänke zu einem Karree gestellt. Händler und Marktbetreiber saßen bei Bratwurst, Sekt und Bier so wie verschiedenen selbstgemachten Salaten zusammen und ließen so den 15. Jahrestag des Kraut- und Rübenmarktes ausklingen. Hier zeigte sich noch einmal eine der besonderen Merkmale dieses Marktes, diese freundschaftliche und auch herzliche Atmosphäre aller Beteiligten, die sich während des Marktes oft auch auf die Besucher übertrug.

Aktuelles

Kraut- und Rübenmärkte 2019

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13. Juli,
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14. September,
06. Oktober 2019 - Markt und Erntedank-Gottesdienst

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